Ausstellung: WER KÖNNTE DER SONNE WIDERSPRECHEN?
EVELYN MÖCKING DANIEL NEHRING
14.03.-17.05.26

Die Ausstellung

Vernissage am 13.03., 17-20 Uhr


Zwei Positionen, ein gemeinsamer Nenner: wo Kunst auf Wissenschaft trifft, beginnt ihr eigentliches Spielfeld.
Während Evelyn Möcking ihr Wissen aus der naturwissenschaftlichen Präparation in eine künstlerische Praxis überführt, die Materialkenntnis und forschende Neugierde verbindet, arbeitet Daniel Nehring mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden und (digitalen) bildgebenden Verfahren. Die Gemeinsamkeiten der Düsseldorfer Künstler*innen liegen weniger in einer formalen Ähnlichkeit als in einer geteilten Haltung: Kunst als offener, interdisziplinärer Denkraum, in dem Wissen sichtbar, befragbar und neu erfahrbar wird
So wird die gemeinsame Ausstellung Wer könnte der Sonne widersprechen?, die ab dem 14. März 2026 in den Räumen der Brunhilde Moll Stiftung am Drakeplatz 4 zu sehen sein wird, selbst zur Kontaktzone, einem experimentellen, forschenden System zwischen Material und Modell, Wissenschaft und Imagination, Wahrnehmung und Erkenntnis. Prozesse, Kreisläufe und Transformationen verdichten sich hier zu einem dialogischen Gesamtgefüge.

Evelyn Möcking entwickelt grundsätzlich Serien, der Prozess selbst ist integraler Bestandteil ihrer Arbeit. (Stein-)Papier, Gemüse- und tierische Präparate, ein eigenes organisches Farbarchiv, markante chemische Apparaturen aus vergangenen Zeiten und hochmodernes Plexiglas: aus und mit diesen sehr unterschiedlichen Materialien erwächst das vielschichtige, farbenreiche Gesamtwerk der Künstlerin. 

Einem eigenen Ordnungssystem folgend, zeigt sie in der Ausstellung Schablonen (sogenannte Templates), Zeichnungen und Glasskulpturen als zusammenhängende Installation. Durch eine räumliche Verdichtung entsteht ein offener Dialog zwischen Struktur, Farbe und Material – verschiedene Werkgruppen durchdringen und erweitern sich gegenseitig und bilden ein zugängliches Erfahrungsfeld.

Daniel Nehrings künstlerische Praxis ist geprägt von digitalen Bildräumen und hybriden Verfahren, die er mit zeichnerischen, skulpturalen und installativen Methoden in Beziehung setzt. Seine Arbeiten bewegen sich bewusst im Spannungsfeld von Körper und Modell, von Realität und Simulation.

In einer Versuchsanordnung an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und digitaler Technologie liegt der Fokus der Ausstellung auf Zeichnungen und deren Entstehung. Der Zeichenprozess wird anhand von EEG-Messungen phasenweise begleitet, durch MRT-Aufnahmen ergänzt und anschließend durch digitale Verfahren aufbereitet. Innerhalb dieses experimentellen Prozesses entsteht eine kohärente Werkgruppe aus zeichnerischen, skulpturalen und digitalen Arbeiten, die zusammen eine Installation bilden.

Wer könnte der Sonne widersprechen? lädt Besucher*innen dazu ein, sich mit dem Werk von Evelyn Möcking und Daniel Nehring auseinanderzusetzen – jedes steht für sich und doch wird die Ausstellung getragen von einer symbiotischen Aura, einem gemeinsamen Ausgangspunkt an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.

Die Eröffnung findet am 13.03. ab 17 Uhr statt.
Eine Pressevorbesichtigung ist am selben Tag ab 12 Uhr möglich (Pressekontakt).

Die Ausstellung ist während der Laufzeit (14.03.-17-05.) regelmäßig zu folgenden Zeiten geöffnet:
Samstag, Sonntag: 12-16 Uhr
Dienstag: 12-16 Uhr
Donnerstag: 14-18 Uhr

An jedem letzten Donnerstag im Monat um 18 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Termine: 27.03., 30.04..
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eintritt in die Ausstellung und zur Führung ist frei.